#1 So, der Enkelsohn kann kommen! von Jan 25.12.2020 01:53

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Weihnachtsanlage mit Trix H0 Start Packung 21518, Lok, gleise und ein umbauwagen.

Merkwürdigerweise verhaken die umbauwagen mit der kurz Kupplung sich in die Kurven, also musste ich zwei Liliput wagen mit normaler Kupplung dazwischen hängen.


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Gruß,
Jan.

#2 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von pepinster 25.12.2020 23:13

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Hallo Jan,

Glückwunsch zum Enkel und zur weihnachtlich beschneiten Winteranlage!

Gruß von
Axel

In Anbetracht der großen aktuellen Probleme dieser Welt nur ein kleines Übel:

Die Konstrukteure bei Märklin/Trix sind leider nicht in der Lage, sich gegen die geizigen Kaufleute aus gleichem Haus zu behaupten. Die deutsche BR 74 ex pr. T12 (es gibt auch eine belgische Version als HLV 96) hat NEM-Schächte und bekommt zwar die Köpfe der Märklin-Kurzkupplung spendiert, hat aber keine Kulissenführung der Kupplung! Das führt unweigerlich zu Konflikten, wenn Wagen mit KK-Kopf und KK-Kulisse angehängt werden. Ich habe die Probleme zum Beispiel, wenn die Lok Tender voraus mit den hauseigenen SNCB M2 Wagen fahren soll, das geht mit den KK-Köpfen leider nicht. Tausche den KK-Kopf an der Lok gegen eine normale (internationale/märklinähnliche) Bügelkupplung mit NEM-Aufnahme. dann sind die Wagen zwar nicht so nah an die Lok gekuppelt, das Verhakel- und Entgleisungsproblem könnte damit aber gelöst sein.

#3 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von heiko 26.12.2020 09:15

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@Jan - Das hast Du sehr schön gestaltet!


Ich glaube, das Problem mit den KK-Köpfen liegt an einer anderen Stelle, beziehungsweise an zwei Stellen:

1) Bei den KK- Köpfen von Mä/Trix liegt der Bügel der Kupplungen in seiner Aufhängung zu hoch. Deshalb hat die Alte Tante bei ihren Fahrzeugen die Puffer deutlich höher gelegt. Darüber mokieren sich auch die 2L- Fahrer, weil man es deutlich sieht, wenn Fahrzeuge anderer Hersteller damit gekuppelt werden. Besonders im Schiebebetrieb bleiben diese Kupplungen gerne an den Puffern anderer Hersteller hängen. Abhilfe: Standard-Kupplungen, oder die Köpfe der "Universalkupplung" von Roco/Flm. Diese sind mit den Köpfen von Märklin kompatibel, haben aber die Bügel tiefer angeschlagen. Sie liegen in Ruhestellung völlig waagrecht und nicht schräg abfallend.

2) Bei der BR74 ist die Höhenlage der Kupplung hinten zu instabil. Vorn sorgt der Bremsluftkessel für eine stabile Höhenlage. Hinten kann die Kupplung herunter gedrückt werden und dann haken. Das passiert auch richtig deutlich, wenn man Express- Keulen einsteckt.
Mit einem Drahtbügel aus Federstahl 0,5mm habe ich bei meinen BR74/T12 die Kupplung stabilisiert (siehe Bild)

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VG und noch einen schönen 2. Weihnachtstag
Heiko

#4 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von pepinster 26.12.2020 10:29

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Hallo Heiko,

bei dem von mir beschriebenen Problem handelt es sich nicht um den bekannten "Kupplung kann nicht unter den Puffern durchschwenken" Konflikt!

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Das Entgleisungsproblem habe ich ja an der Lok aus der BR 74 Familie auch mit langen Märklinwagen mit Kurzkupplung (KK-Kopf und -Kulisse). Es nützt in diesem Falle also nichts, auf die unbestritten (für den Einsatz z.B. mit Roco-Wagen) zu große Bauhöhe der Märklin KK-Köpfe zu schimpfen.

Das Problem ist schlicht, dass sich der Abstand Lok - Wagen in einem Bogen zu wenig verlängert, wie es bei einer kulissengeführten Kupplung vorgesehen ist, wenn Wagen und Lok jeweils Kulissenführung für die Kupplung haben. Im Fall "Lok ohne Kulisse und langer Wagen mit Kulisse" verhaken sich nämlich die Puffer: bei der Einfahrt aus der Geraden in einen Bogen kommen sich Lok und Wagen auf der Bogeninnenseite viel zu nahe, dabei gerät der bogeninnere Pufferteller der Lok hinter den Pufferteller des Wagens,

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was unweigerlich spätestens bei der Ausfahrt aus dem Bogen zu Entgleisungen führt. Insofern ist die BR 74 / SNCB 96 / SNCF 130T leider in Sachen Kuppeln eine Fehlkonstruktion. Die Einsparung der Kulissenführungen rächt sich im Betrieb und zwingt dazu, andere Kupplungen einzusetzen, die von vornherein für einen größeren Pufferabstand sorgen (also genau das, was man aus optischen Gründen eigentlich nicht haben wollte!).

Entgleisungsfreie Weihnachten wünscht
Axel

#5 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von heiko 26.12.2020 11:34

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... das habe ich schon verstanden Axel. Bei diesem Problem, daß sich die Puffer selber verhaken, hat bei mit der Bügel, der die Höhenlage stabilisiert, geholfen. Vielleicht rutschen sonst die Kupplungen minimal weiter ineinander. Vielleicht sind es bei Dir aber auch ganz bestimmte Wagen, die etwas längere Puffer haben.
Ich habe gerade verschiedene Wagen von Mä/Trix und Flm probiert. Dabei war auch ein Wagen aus einer Trix Anfangspackung, der zwar den KK- Kopf in einem NEM- Schacht hat, aber keine Kulisse.
An dieser Anlagenstelle funktioniert das Schiebebetrieb erst, nachdem ich die Kupplung stabilisiert habe:

[Video]Video über Weichenabzweige[/Video]

Wie gesagt, mag es auch an speziellen Wagen liegen. Rungenwagen von Roco neigten bei mir vorher auch dazu, sich zu verhaken. Aber nun geht es. Hier ein Foto im Schiebebetrieb. Die Puffer bleiben weit genug voneinander entfernt:

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VG
Heiko

#6 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von pepinster 26.12.2020 11:53

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Hallo Heiko,

die Probleme habe ich besonders mit den belgischen M2 Wagen, die ich ja gern statt an eine belgische ex pr T12 an eine T14 (SNCB Reihe 97) hängen würde, aber diese Baureihe konnte ich noch nicht auftreiben.

Die M2 Wagen sind Längenmaßstab 1:87 und im Modell über 280mm lang (eine für Expressler ungewöhnliche Wagenlänge...) und haben entsprechend große Überhänge. Trotzdem ärgert mich es etwas, dass ich Entgleisungen bekomme von relativ neuen thematisch zusammenpassenden serienmäßigen Fahrzeugen eines Herstellers - mit dessen Kupplungen und auf dessen Gleisen.

Gruß von
Axel

#7 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von Uli Albrecht 26.12.2020 14:19

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Hallo:

Das Problem der Unterpufferung hatte ich auch bei einigen Fahrzeugen, die zwar einen NEM-Schacht, aber keine Kulisse hatten. Ich habe es dadurch gelöst, dass ich die höhenverstellbare Roco-Universalkuplung eingebaut habe. Diese ist rund 2mm länger als die normale Kupplung, und sorgt für einen sicheren Abstand.

Ulrich

#8 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von Thomas 26.12.2020 21:21

Vielleicht sitzt der Kupplungsschacht der Lok auch etwas zu weit unter dem Fahrzeug, also von den Puffern entfernt. Das führt zum Beispiel bei der Piko-ER20 dazu, dass man ohne Umbau auf KK-Kulisse keine Kurzkupplung verwenden kann (oder man muss sich eine "Verlängerung" basteln). Ansonsten habe ich nirgends Probleme mit Kurzkupplungen, wenn nur der Wagen eine Kulisse hat und die Lok nicht, was bei vielen Loks der Fall ist (Roco, Trix, ...). Stellenweise hilft die höhenverstellbare Roco-Kupplung mit dem etwas größeren Kuppelabstand, die man aufgrund der TE-Radien sogar manchmal braucht, wenn man zwei Kulissenfahrzeuge kuppeln und keine Probleme mit S-Kurven kriegen möchte, eben weil diese Fahrzeuge eher weit zurückliegende Schächte haben.

#9 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von heiko 26.12.2020 21:40

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@Thomas :
Das habe ich nun nicht so ganz verstanden. Bei einigen Piko- Loks gibt es auf dem "Schwalbenschwanz" der Kupplung einen kleines Distanzstück, daß man beim Wechsel der Kupplung mit umsetzen muß. Meinst Du das mit "Verlängerung"?
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VG
Heiko

#10 RE: So, der Enkelsohn kann kommen! von Thomas 27.12.2020 01:25

Zitat von heiko im Beitrag #9
Meinst Du das mit "Verlängerung"?

Nee

Ich meinte eine "Verlängerung" der Kupplung, damit sie weiter hervorsteht. Das könnte man bspw. machen, indem man in den vorhandenen Schacht Schlitze für die Rastnasen reinfräst und dann wiederum so ein Distanzstück draufsteckt für den besseren Halt. Man könnte die Kupplung auch durchsägen und ein Stück Kunststoff einkleben, damit sie länger wird. Oder man steckt die Kupplung nicht ganz rein und klebt sie fest. Das möchte ich aber ganz gern vermeiden.

Am einfachsten wäre aber wohl der Umbau auf KK-Kulisse. Bei Symoba gab es meine ich solche Dinger zum Nachrüsten.

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